Haarverpflanzung - FAQ: Fragen und Antworten
Sicher ist, dass die entnommenen und umverteilten Haarwurzeln ihre Unempfindlichkeit gegenüber Testosteron durch die Haarverpflanzung nicht verlieren und somit auf Dauer wachsen werden. Sicher ist ebenfalls die Annahme durch den eigenen Körper. Risiken sind z.B. Infektionen oder Durchblutungsstörungen, die das Einwachsen der "neuen" Haarwurzeln behindern können. Man kann im Durchschnitt mit etwa 10% Transplantatverlust rechnen; die bereits gut eingewachsenen Follikel produzieren allerdings dafür immer mehr Haare. Ist das Endergebnis sofort sichtbar? Nein, die Haarfollikel haben so etwas wie einen Lebenszyklus. Das bedeutet, bei jedem Mensch fallen ständig irgendwo Haare aus, an einer anderen Stelle bilden sich jedoch dafür zur gleichen Zeit wieder neue Haare. Die unterschiedlichen Haarfollikel haben unterschiedliche Wachstumszyklen; während einige sich im Haarabbau befinden, findet in anderen gerade Haarwachstum statt. Die transplantierten Haare fallen daher erst einmal aus, denn der Follikel befindet sich nach der Transplantation kurzfristig in der Haarrückbildungsphase. Danach setzt jedoch wieder die normale Wachstumsphase ein und die Haare wachsen mit voller Kraft. Wie lange dauert die neue Wachstumsphase? In der Regel müssen Sie sich einige Monate - meist 4 bis 6 Monate - gedulden bis zum kräftigen Haarwuchs. Wie stellen sich der Heilungsablauf und das Wachstum zeitlich dar? - In den ersten zwei bis drei Tagen sieht man nur verkrustete Stellen und eine Schwellung am Kopf. - Nach 5 - 7 Tagen ist in der Regel die Schwellung abgeklungen. - Nach etwa 7 - 10 Tagen fallen die Krusten langsam ab und man sieht lediglich kleine eingepflanzte Haarwurzeln. Die meisten Patienten planen daher etwa 10 Arbeitstage Urlaub ein. - Eine leichte Rötung / Sichtbarkeit der Empfangsstellen / Narbe kann noch einige Wochen (in seltenen Fällen auch 1 bis 2, höchstens 3 Monate) anhalten. Zur Abdeckung kann ein Abdeckstift eingesetzt werden. - Nach etwa 10 - 12 Tagen können die Fäden durch die Streifenentnahme gezogen werden. - Während der ersten 2 - 6 Wochen fallen in der Regel die transplantierten Haare vorübergehend wieder aus, bevor der Wachstumszyklus der Haare einsetzt und das Haarwachstum beginnt. Dieser Vorgang ist bei jedem Menschen normal und lässt sich leider nicht vermeiden. Die Haarwurzeln werden bei der Transplantation vorübergehend geschwächt und schalten daher um auf Ruhephase. Nach Neubildung der Mikrozirkulation beginnt dann die neue Wachstumsphase auf der transplantierten Stelle. - Nach ca. 3 - 5 Monaten beginnen die ersten Haarwurzeln dann damit, erneut Haare zu produzieren. - Daher kann man erst nach ca. 6 - 12 Monaten mit längeren und kräftigeren Haaren rechnen, so lange muss man Geduld haben. Werden meine Haare wieder so voll wie früher?
So dichtes Haar wie mit 18 Jahren lässt sich leider mit keiner Haartransplantation erreichen. Warum nicht? Weil wir nur eine begrenzte Menge an Spendehaaren haben, welche wiederum verteilt wird, daher kann die ursprüngliche Haardichte leider nicht überall am Kopf wiederhergestellt werden. Die Tatsache, dass wieder Haare an den Stellen wachsen, an denen vorher keine mehr waren, bewirkt jedoch bereits ein ganz anderes und vor allem jüngeres Erscheinungsbild als zuvor, auch wenn nicht die volle jugendliche Haardichte erreicht wird. Lässt sich die Haardichte steigern? Ja, teilweise. Und zwar durch wiederholte Transplantationen, mittels erneuter operativer Verdichtung. Hierbei können auch Haare aus dem Brust- oder Schambereich einzeln entnommen und so die Kopfhaare verdichtet werden. Im Erscheinungsbild werden diese Haare an die Kopfhaare angepasst. Ist die Haartransplantation schmerzhaft? Nein, moderne Methoden der lokalen und Leitungsanästhesie ermöglichen eine schmerzfreie Behandlung. Auch die Streifenentnahme erfolgt ohne Narkose. Der Wundschmerz fällt in der Regel ebenfalls nur leicht aus und kann mit wirksamen Schmerztropfen/Schmerzpflastern vollständig gelindert werden. Was ist vor der Behandlung mit einer Haartransplantation zu beachten? Vor der Behandlung sind einige Hinweise seitens des Patienten zu beachten. Hier eine kurze Übersicht: - Bitte trinken Sie 4 - 5 Tage vor Ihrer Behandlung keinen Alkohol und gehen Sie zeitig zu Bett, um möglichst ausgeruht zu sein. Zudem sollten Sie am Operationstag auf Kaffee verzichten. - 7 Tage vor der Operation nehmen Sie bitte keine Vitamintabletten zu sich, in welchen Vitamin B oder E enthalten ist. - Am Tag der Behandlung tragen Sie bequeme, lockere Kleidung, die nicht über den Kopf an- bzw. ausgezogen werden muss (z.B. Hemd). - Schmerzmittel wie Aspirin oder andere Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure enthalten, dürfen 10 Tage vor der Behandlung nicht mehr eingenommen werden, das gilt auch für Aufputsch- und Betäubungsmittel. - Wenn Sie regelmäßig ärztlich verschriebene Medikamente einnehmen, muss der Arzt im Vorfeld der Behandlung über den Eingriff informiert werden. - Wenn Sie regelmäßig Medikamente gegen Blutgerinnungsstörungen bzw. cumarinhaltige Medikamente (z.B. Marcumar) einnehmen, müssen wir uns zunächst mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung setzen. - Sollten Sie minoxidilhaltige Haarausfallmittel wie Regain, Rogaine, Lipoxidil verwenden, verwenden Sie diese bitte ca. 7 Tage vor der Operation nicht mehr. - Haarausfallmittel mit Finasterid (Propecia, Proscar) können weiterhin eingenommen werden. Was ist nach der Behandlung mit Eigenhaarverpflanzung zu beachten? An
der behandelten Stelle kann eine Schwellung (leicht bis stark) entstehen,
welche nach 2 - 3 Tagen auch meist im Gesicht zu sehen ist. Diese verursacht
keinerlei Schmerzen, kann aber manchmal sehr entstellend wirken, wie beispielsweise
bei einem Boxer nach einem Kampf. In Gesellschaft von anderen Menschen
fühlt man sich dann in aller Regel recht unwohl. Die Schwellung klingt
innerhalb von 5 - 7 Tagen ab (in Einzelfällen hält sie bis zu
3 Wochen an). Sport, Schwitzen, schwere körperliche Arbeit sowie
das Arbeiten in staubiger oder feuchter Umgebung sind für eine komplikationslose
Heilung während der ersten 2 - 3 Wochen auf jeden Fall zu vermeiden.
Schwimmen (Chlor), Sonneneinstrahlung (Sonnenbank), Sauna und das Tragen
von Toupets sollten über einen Zeitraum von 4 Wochen nach der Haartransplantation
- Haarverpflanzung - Eigenhaarverpflanzung vermieden werden. Wenn man in bestehendes Resthaar reintransplantiert, ist darauf hinzuweisen, dass die Frisur für einige Wochen (bis 3 - 5 Monate) unschöner aussehen kann, da einmal die genannten Rötungen zu sehen sind und zudem einige bestehende Haare in eine Ruhephase (Shock-Fall-Out) wechseln können. Wenn dann die Haare aus der Ruhephase zurück kehren (3 - 5 Monate), in Ergänzung zu den neu eingesetzten Haaren (welche in der Regel nach ca. 3 - 5 Monaten ebenfalls mit dem Wachstum beginnen), stabilisiert sich das Erscheinungsbild von Woche zu Woche. Dennoch kann mit einer schlechteren Haarsituation bis Monat 3 - 5 gerechnet werden. Dieses „neue" Haarwachstum erfolgt sehr langsam und nicht in allen transplantierten Haarwurzeln gleichzeitig. Außerdem sind Wachstumsbeginn, -verlauf und -geschwindigkeit sehr individuell und variieren stark von Patient zu Patient. In dieser Zeit können auch immer wieder kleine Pickelchen entstehen, da das neue Haar mit dem Haarschaft seinen Weg sucht. Nach 6 bis 10 Monaten werden immer mehr neue Haare wachsen und bei vielen sieht dann das Haar schon deutlich voller und dichter aus. Aber selbst nach Monat 11 gibt es oft noch mal Verbesserungen, bis dann nach 12 Monaten vom Endresultat gesprochen wird. Hierbei sollte beachtet werden, dass es immer Einzelfälle gibt. Also Menschen, bei denen bereits nach 3 - 5 Monaten eine schöne optische Verbesserung entstanden ist, jedoch auch Menschen, bei denen es einfach länger dauert, so genannte "Spätstarter". Gar gab es schon Fälle, bei denen das Hauptwachstum erst zwischen 8 - 10 Monaten begann. Beides sind natürlich Ausnahmen, jedoch möglich und schon gesehen. 12 Monate nach der Eigenhaarverpflanzung sollten jedoch bereits alle eingepflanzten Haare wachsen, daher spricht man - wie erwähnt - dann von dem Endresultat. Manchmal wachsen eingepflanzte/transplantierte Haare zunächst etwas feiner und das Haarkaliber bzw. die Stärke entwickelt sich erst mit der Zeit. Deshalb werden nach 12 - 18 Monaten oft noch mal spürbare Verbesserungen festgestellt, da sich das Haarkaliber dann erneut positiv verändert (Haare werden dicker), was zusätzliches Volumen gibt. Die „neuen" - eigenen Haare wachsen dann in der Regel lebenslang und können frisiert und „gestylt" werden, ganz wie Sie es wollen. Spezielle Produkte zur weiteren Behandlung sind nicht erforderlich. Verwenden Sie Ihr übliches Shampoo, bei Bedarf Haar-Gel, Wachs oder Spray - ganz so, wie Sie es von früher gewohnt waren. Wie lange dauert es, bis ich wieder gesellschaftsfähig bin? Wie oben beschrieben entsteht ca. 1 - 2 Tage nach dem Eingriff eine Schwellung, welche auch das Gesicht mit einbezieht. Man gleicht dann einem Boxer nach einem Kampf. Die Schwellung ist vollkommen schmerzlos, man fühlt sich jedoch verständlicherweise nicht gerade wohl. Nach ca. 5 Tagen ist die Schwellung in der Regel abgeklungen (in Einzelfällen kann es deutlich länger bis 2 - 3 Wochen dauern) und für Außenstehende nicht mehr wahrnehmbar. In den Empfangsgebieten bzw. den transplantierten Bereichen entstehen nach der Operation Krusten, welche sich nach ca. 10 Tagen langsam von selbst lösen. Die meisten Patienten planen von daher 10 Arbeitstage Urlaub ein (damit die Krusten nicht mehr sichtbar sind), was demnach oft ca. 14 Wochentage bedeutet. Nach Abfall der Krusten kann jedoch das Einsetzgebiet noch für einige Zeit rötlich oder rosa sein - in Einzelfällen gar bis einige Wochen (2 - 3 Monate). Wie lange genau diese Rötung anhält, ist immer sehr individuell. Sollten Sie dies als störend empfinden, können die Stellen in der Regel recht gut mit einem Abdeckstift in der Farbe Ihrer Haut überdeckt werden.
Wie viele Grafts benötige ich, und was kostet eine Eigenhaarverpflanzung? Die meisten Ärzte rechnen nach eingesetzten Grafts ab. Wie viele Grafts man benötigt, hängt von den individuellen Zielen ab und sowie davon, wie groß die zu transplantierende Fläche ist ( z.B. wie hoch/tief die neue Haarlinie angelegt wird) und wie dicht transplantiert werden soll bzw. wird. Die Anzahl der zu erzielenden bzw. erzielbaren Grafts und die daraus resultierende Dichte sind zum einen abhängig von der Größe der zu behandelnden Oberfläche (Empfangsgebiet), zum anderen von den Eigenschaften des Donorhaares (Dichte des "Haarkranzes", Haarschaftdurchmesser, Haarfarbe bzw. Kontrast zwischen Kopfhaut und Haar; lockiges, welliges oder glattes Haar etc.). Um die für Sie individuell erforderliche Graft-Anzahl genau zu bestimmen, ist ein persönliches Beratungsgespräch notwendig. Sie können uns auch gerne Bilder per E-Mail zusenden (unverbindlich und kostenlos). Was eine Haartransplantation dann kostet, hängt von dem Preis des entsprechenden Arztes pro Graft ab sowie von der Wahl der Technik. Wünschen Sie weitere Informationen? Gerne beraten wir Sie kostenlos und unverbindlich.
Was
Sie vor einer Haarverpflanzung noch beachten müssen
Haarverpflanzungsinstitute lassen sich in zwei Gruppen einteilen. In solche, die möglichst viel in einer Sitzung entnehmen und unterbringen, und in solche, die "Step by Step" abernten und einpflanzen. Bei dieser wirklich sanften Vorgehensweise bekommen Sie stufenweise Dichte und Volumen: Schritt für Schritt!
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